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20/04/2010
Wintersteiger: 3-Sparten-Politik hilft im schwierigen Geschäftsjahr 2009.

Start ins Jahr 2010 mit Rekordaufträgen und steigenden Marktanteilen in allen Geschäftsbereichen.

Das Krisenjahr 2009 ging auch an der Wintersteiger AG nicht spurlos vorüber. Dennoch meldet der oberösterreichische Spezialmaschinenbauer für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2009  ein gutes Ergebnis bei rückläufigen Umsätzen. Bei einem Konzernumsatz von 81,1 Millionen Euro erzielte der Maschinenbauer ein Betriebsergebnis von rund 7,2 Millionen Euro, was einer EBIT - Marge von 8,9 Prozent entspricht. 
Bei einem Umsatzrückgang 2009 um 11,4 Prozent sank das EBIT im Jahresvergleich um 21,8 Prozent. Bei Wintersteiger zeigt man sich mit dem Ergebnis trotzdem durchaus zufrieden.


Finanzvorstand Roland Greul dazu: „Im Jahr 2009 waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weltweit sehr schwierig. Das respektable Konzernergebnis ist eine Bestätigung unserer strategischen Ausrichtung. Die 3-Sparten-Politik verstehen wir als Risikostreuung, die uns nachhaltig eine solide finanzielle Grundlage beschert hat". Die Zahlen geben dem Vorstand Recht: An ihnen lässt sich ablesen, dass Wintersteiger bei  weitem nicht so dramatisch von den Auswirkungen der Krise getroffen wurde, wie viele andere Unternehmen der Maschinenbaubranche. Auch die Eigenkapitalquote von 52,7 Prozent spricht für die solide Finanzgebarung der Wintersteiger AG. „Bei Wintersteiger darf man von einem bis in den Kern vitalen und gesunden Unternehmen ausgehen. Dies beginnt beim Eigenkapitalanteil und zieht sich hin bis zur Innovationskraft", so Roland Greul über den Weltmarktführer in allen drei Geschäftsbereichen.

 

Umsatzverteilung der drei Divisionen

Den größten Umsatzanteil 2009 hatte die Division Sports, die mit ihren Gesamtlösungen für den Verleih und Service von Ski und Snowboards 43,5 Millionen Euro erwirtschaftete. Das stabile Ergebnis ist auf den guten Winter 2008/2009 und die damit verbundene starke Skisaison zurückzuführen. Mit 24,6 Millionen Euro Umsatz erbrachte die Division Seedmech einen erheb-lichen Anteil am Gesamtumsatz der Wintersteiger AG. Problematisch zeigte sich im abgelaufenen Jahr das Bild der Division Woodtech. Markus Piber dazu: „Aufgrund der massiven Markteinbrüche in der holzverarbeitenden Industrie war die Nachfrage nach Prozesslösungen für den qualitativen Holzdünnschnitt sehr verhalten. Mit 12,9 Millionen Euro hat Woodtech einen deutlich geringeren Beitrag zum Unternehmensumsatz geleistet als ein Jahr zuvor."

  

Exportquote und Mitarbeiterstand

In relativen Zahlen betrachtet, erzielte Wintersteiger 86,7 Prozent seines Gesamtumsatzes 2009 mit Exporten in beinahe alle Regionen und Länder der Erde. In absoluten Zahlen ergibt das einen Umsatzanteil von über 70 Millionen Euro. Derzeit verfügt Wintersteiger weltweit über 15 eigene Unternehmensstandorte, in denen insgesamt 603 Mitarbeiter beschäftigt werden. Der überwiegende Anteil, nämlich 438 Mitarbeiter, sind in der Konzernzentrale in Ried im Innkreis tätig. Der Rest verteilt sich auf die Service- und Vertriebsniederlassungen weltweit. Die Maschinen werden für alle drei Sparten ausschließlich in Ried produziert. Im Krisenjahr reduzierte sich der Mitarbeiterstand international um 5,8 Prozent, wobei es sich überwiegend um natürliche Ab-gänge handelte, die 2009 vorübergehend nicht nachbesetzt wurden.

 

Die eingangs erwähnten Großaufträge der Division Seedmech zu Jahresbeginn haben         zwischenzeitlich bereits wieder zu deutlichen Personalaufstockungen geführt. Auch die Lehrlingsausbildung kommt bei Wintersteiger nicht zu kurz und so beginnen im August 2010 wieder 13 Mädchen und Burschen ihren Weg zu zukünftigen Fach- und Führungskräften. Mit 47 Lehrlingen gehört Wintersteiger zu einem der größten Ausbildungsbetriebe der Region.

 

Mit Lean Management „Fit for Future"

Bei Wintersteiger hat man sich das Ziel gesetzt, gestärkt aus der Krise hervor zu gehen. Das Jahr 2009 wurde dazu genutzt, sich dem Lean Management zu widmen. „Fit for Future" heißt das damit eingeleitete Programm bei Wintersteiger. Die eigenen Strukturen sollen effizienter, ein Großteil der Arbeitsabläufe und -prozesse optimiert und der Verschwendung Einhalt         geboten werden. Gerade im Umfeld der Produktion und im Bereich Logistik sah man Potenzial, die Abläufe und Verfahrensweisen schneller, effizienter und ressourcenschonend zu gestalten. Roland Greul sieht „Fit for Future" als echten Erfolg für Wintersteiger: „Wir sind in vielen Bereichen effizienter, schneller und damit stärker geworden. Das verbessert einerseits unsere Wertschöpfungskette und andererseits die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Dennoch sind wir noch nicht am Ziel angelangt, wir sehen weitere Möglichkeiten stärker zu werden. Diese Potenziale gehen wir 2010 offensiv an."


Forschung und Entwicklung für noch mehr Kundenorientierung

Wintersteiger investierte im vergangenen Jahr trotz Krise 3,9 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Mit einer Quote von 4,8 Prozent hat Wintersteiger auch 2009 wieder Innovationen in allen drei Unternehmenssparten hervorgebracht. Vorstand Ing. Walter Aumayr, zu dessen Verantwortungsbereich Forschung und Entwicklung gehört, dazu: „Unser klares Ziel ist, pro Jahr in jeder Division eine Produktinnovation auf den Markt zu bringen. Nur so können wir immer einen Schritt vor unseren Mitbewerbern bleiben und den Takt bestimmen."

 

Die Division Sports hat mit der neuen Rennlaufsteinschleifmaschine Race NC die internationalen Skiverbände sowohl bei den XXI. Olympischen Spielen in Vancouver als auch im Verlauf der Weltcupsaison überzeugt. Jene, die in die Race NC investiert haben, wurden im Gegenzug mit Medaillengewinnen belohnt. Seedmech konnte mit der Dynamic Disc, einer neuen Einzelkornsämaschine, internationale Erfolge einfahren. Die Dynamic Disc ist mitunter ein Grund für das gute Ergebnis der Division Seedmech. Auch bei Woodtech gibt es eine Neuentwicklung, diesmal bei Dünnschnitt-Gattersägen. Mit der DSG Notum bringt Wintersteiger erneut eine Hochleistungsmaschine für den präzisen und qualitativen Holzdünnschnitt auf den Markt. Die Weltpremiere findet kommenden Mai auf der Messe Xylexpo in Mailand statt. „Wir sind sehr nahe an unseren Kunden und wissen genau, was sie brauchen respektive was ihnen hilft. Diese Erkenntnisse fließen laufend in unsere Entwicklungsarbeit und damit in die Produktinnovationen mit ein", erklärt Walter Aumayr.

  

Marktanteile und Ausblick 2010

Wintersteiger hat die angepeilten Ziele, die Marktanteile in allen drei Unternehmensbereichen auszubauen, erreicht. Gleichzeitig ist man mit neuen Großaufträgen in das Jahr 2010 gestartet. Der derzeitige Auftragsbestand garantiert eine Vollauslastung der Produktion bis Ende Juni dieses Jahres. Insgesamt ist man bei Wintersteiger gut gerüstet für 2010. Letztlich hat man die Basis gelegt um „Fit for Future" zu sein und am globalen Markt noch stärker wie bisher, als bestimmender Faktor agieren zu können. Vorstand Ing. Markus Piber sieht der Zukunft mit Spannung entgegen: „Wintersteiger hat sich in Zeiten der Krise fit für die Zukunft gemacht. Wenn der Aufschwung einsetzt, sind wir zwei Schritte vor den Mitbewerbern und werden uns weltweit mit Sicherheit weitere Marktanteile holen".



v.l.n.r.: Ing. Walter Aumayr, Ing. Markus Piber, Roland Greul MBA


 
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